Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt - Frau stirbt bei Wohnungsbrand

Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt - Frau stirbt bei Wohnungsbrand

In den späten Abendstunden wurde die Rettungsleitstelle der
Feuerwehr Hamburg via Notruf 112 von einer Nachbarin über ein Feuer
im Dachbereich eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses
informiert. Flammen und Rauch aus einem Fenster im vierten
Obergeschoss seinen deutlich erkennbar und der akustische Alarm von
Rauchwarnmeldern sei zu hören, teilten in sehr kurzer Abfolge weitere
Anrufer mit, sodass der Führungs- und Lagedienst der
Rettungsleitstelle noch auf der Anfahrt der erstalarmierten
Einsatzkräfte die Alarmstufe auf “ Feuer – 2. Alarmstufe“ erhöhte.

Der Zugführer des ersteintreffenden Löschzuges bestätigte kurze
Zeit später die Feuermeldung in dem fünfgeschossigen Wohngebäude in
geschlossener Bauweise und bekam von Bewohnern mitgeteilt, dass noch
mehrere Personen von Feuer oder Brandrauch eingeschlossen seien und
zwei Bewohner vermisst werden. Daraufhin forderte er mit dem
Alarmstichwort “ Feuer2 – Menschenleben in Gefahr“ weitere
Rettungsmittel und Einsatzkräfte nach.

Durch die sofort eingeleitete Menschenrettung von drei Trupps mit
umluftunabhängigem Atemschutz und Brandfluchthauben konnte eine
vermisste, gehbehinderte Person aus der unterhalb der Brandwohnung im
dritten Obergeschoss liegenden Wohnung und insgesamt elf weiter
Bewohner unverletzt gerettet werden. Diese und zwölf weitere Personen
aus den unmittelbar angrenzenden Gebäuden wurden im weiteren Verlauf
durch die anwesende Notärztin gesichtet und anschließend durch die
Notfallsanitäter der Rettungswagen zeitweise im Großraumrettungswagen
der Feuerwehr Hamburg betreut.

Das Feuer in der Zwei-Zimmer-Wohnung konnte durch den Einsatz von
zwei C-Rohren im Innenangriff und einem B-Rohr im Aussenangriff, zum
Schutz der umliegenden Wohnungen vor einem Flammenüberschlag, schnell
gelöscht werden. Tragischer Weise konnte die zweite vermisste Person,
die Bewohnerin der Brandwohnung, trotz der schnellen
Rettungsmaßnahmen, aufgrund des bereits komplett ausgebrannten
Brandraumes und der damit einhergehenden Hitzeentwicklung, nicht
rechtzeitig gerettet werden. Sie war bereits bis zur Unkenntlichkeit
verbrannt. Nach Abschluss der umfangreichen Nachlösch- und
Belüftungsarbeiten und Kontrolle der Brandwohnung, der umliegenden
Wohnungen und des Dachbereiches mit einer Wärmebildkamera auf
mögliche Glut- und Wärmenester, wurde die Einsatzstelle der Polizei
zur Brandursachenermittlung übergeben. Die übrigen Bewohner konnten
nach Beendigung der Feuerwehr-Maßnahmen in ihre Wohnungen
zurückkehren. Eine Angehörige des Brandopfers wurde nach der Ankunft
vor Ort durch einen Notfallseelsorger der Feuerwehr Hamburg betreut.

Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit 60 Einsatzkräften, den
Löschgruppen Stellingen und Rotherbaum der Berufsfeuerwehr, den
Freiwilligen Feuerwehren Eimsbüttel, Lokstedt und Pöseldorf, einem
Führungsdienst (B-Dienst), einem Bereichsführer FF, dem Umweltdienst,
einem Wechselladefahrzeug und Abrollbehälter Atemschutz, einem
Teleskopmastfahrzeug 53, einem Großraumrettungswagen, einem
Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, einem
Notarzteinsatzfahrzeug, vier Rettungswagen und dem diensthabenden
Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sinnvoll und (Lebens-) wichtig
die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder in Wohnungen sind, um
entstandene Brände frühestmöglich zu erkennen. Damit die Feuerwehr
schnell alarmiert werden kann um gefährdete Menschenleben zu retten
und eine Brandausbreitung zu verhindern.
(Text:OTS-Meldung der Feuerwehr Hamburg)

 

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