Feuer im UKE! – Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg

Die Feuerwehr Hamburg wurde am Mittwochabend zum Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE gerufen.

Foto: Blaulicht-News.de

Hier hatte die Brandmeldeanlage in der psychiatrischen Klinik ausgelöst.
Durch die ersten eintreffenden Einsatzkräfte wurde ein Feuer im Erdgeschoss der Klinik erkundet.
Starker, tiefschwarzer Brandrauch hatte sich bereits in der Station im Erdgeschoss ausgebreitet.

Flammen waren auf der Rückseite des Gebäudes durch ein Fenster zu sehen.
Der Zugführer erhöhte daraufhin in schneller Abfolge die Alarmstufe auf „Feuer 2 mit Menschenleben in Gefahr“ und dann auf „Feuer 3, Massenanfall von Verletzten“, da die Anzahl der betroffenen Personen zunächst nicht klar war.
Sofort wurden mehrere Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz zur Menschenrettung in die verrauchte Station geschickt.

Foto: Blaulicht-News.de

Um hier Zutritt zu erhalten, wurde Hand in Hand mit dem Klinikpersonal gearbeitet, da es sich bei der Station um einen geschlossenen Bereich handelt, der nicht ohne Schließberechtigung betreten werden kann.
Auf der Rückseite des Gebäudes, auf der auch Flammen sichtbar waren, wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, das Erdniveau lag hier unterhalb des Erdgeschossniveaus der Gebäudevorderseite.

Foto: Blaulicht-News.de

Nur so konnte man an die Personen herankommen, die versuchten, Scheiben gewaltsam zu öffnen.
Da ihnen dies aufgrund der Sicherungsstruktur des Gebäudes misslang, wurden die Fenster durch Feuerwehreinsatzkräfte mit Äxten gewaltsam von außen geöffnet.
So konnten drei Personen, zwei Männer und eine Frau aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.
Alle zogen sich Rauchgasinhalationen zu und standen unter psychischen Ausnahmesituationen.

Foto: Blaulicht-News.de

Die Frau verletzte sich weiterhin durch Glassplitter der zerstörten Scheibe.
Eine Frau wurde auf der Stationsvorderseite durch vordringende Einsatzkräfte gerettet. Auch diese Patientin hatte Rauchgas inhaliert.
Das Feuer, das in einem Patientenzimmer ausgebrochen war, es standen ein Bett und umstehendes Mobiliar in Vollbrand, konnte durch unsere Trupps mit einem C-Rohr gelöscht werden.
Im Verlauf des Einsatzes erlitt eine Frau außerhalb des Gebäudes einen Krampfanfall und musste medizinische versorgt werden.
Die Versorgung wurde durch Notfallsanitäter und Notärzte der nachgeforderten Rettungsdiensteinheiten übernommen.
Die Versorgung aller Patienten wurde anschließend in der Zentralen Notaufnahme des UKE durchgeführt.
22 Patienten einer geschlossenen Abteilung wurden während des Einsatzes in einem nicht betroffenen, rauchfreien Bereich zwischenzeitlich betreut und notärztlich gesichtet.
Bei allen Personen war keine weitere medizinische Versorgung notwendig.
Da sich Brandrauch innerhalb des Gebäudes ausgebreitet hatte, mussten umfangreich entraucht werden, damit eine Unterbringung der Patienten der Klinik weiterhin gewährleistet werden konnte.

Foto: Blaulicht-News.de

Nachdem der Einsatz der Feuerwehr Hamburg beendet war, hat die Polizei die Ermittlungen zu Brandursache übernommen.
Der Einsatz dauerte über drei Stunden.

Eingesetzte Kräfte: 3 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 5 Freiwillige Feuerwehren, 4 Führungsdienste (FL-Dienst, A-Dienst, B-Dienst, Bereichsführer FF), 1 Umweltdienst, 1 Teleskopmastfahrzeug 53, 1 Befehlswagen, 2 Gerätewagen, 2 Wechselladerfahrzeuge mit Abrollbehältern Atemschutz und Mulde, 6 Rettungswagen, 1 Großraumrettungswagen, 3 Notarzteinsatzfahrzeuge, 1 Leitender Notarzt, 1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 GW MANV, 1 Pressesprecher, insgesamt 103 Einsatzkräfte

 

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Foto: Blaulicht-News.de

Quellen
Text: www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/4307996
Foto: Blaulicht-News.de

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